Condor will bei Germanwings und TUIfly landen
Frankfurt (Reuters) - Der Reisekonzern Thomas Cook glaubt, auf der Suche nach einer neuen Heimat für seine Flugtochter Condor fündig geworden zu sein.
Geplant sei ein Zusammenschluss mit der Lufthansa-Billigtochter Germanwings und TUIfly, bestätigte Thomas Cook am Donnerstag. Das Dreierbündnis könnte Air Berlin als zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft ablösen.
Die Fusionsverhandlungen seien aber noch in einem "frühen Stadium". Das Vorhaben könne auch noch scheitern, bisher seien keine Details vereinbart. Mit der Lufthansa-Regionalflugtochter Eurowings, die Kreisen zufolge ebenfalls zu dem Verbund stoßen könnte, käme die neue Fluggesellschaft auf gut 38 Millionen Passagiere pro Jahr und wäre damit deutlich größer als Air Berlin mit rund 28 Millionen Fluggästen.
Lufthansa und TUI verhandeln bereits seit knapp einem Jahr über eine Fusion ihrer Flugtöchter Germanwings und TUIfly, die nach Ansicht von Experten zu klein sind, um dauerhaft allein zu bestehen. Auch Thomas Cook ist auf der Suche nach einem größeren Verbund für Condor. Der deutsch-britische Konzern hält rund drei Viertel an Condor, der Rest gehört noch der Lufthansa, die den Ferienflieger gegründet hatte.
NOCH VIELES OFFEN
Nach dem Scheitern der im Vorjahr arrangierten Übernahme von Condor durch Air Berlin hatte das Management alte Pläne für einen Zusammenschluss mit Germanwings und TUIfly hervorgeholt. Die Mitteilung kam daher weder für Analysten noch für Investoren überraschend.
Scheitern könnte der Zusammenschluss allerdings am Widerstand der Kartellbehörden. Bei einer Fusion würden die beiden größten europäischen Touristikkonzerne ihre Flugtöchter zusammenführen. Kreisen zufolge waren zuletzt wichtige Fragen wie die tarifliche Einstufung der TUIfly-Piloten, die künftigen Standorte des geplanten Charterfliegers und die Anteilsstruktur noch völlig offen.
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