Societe Generale bekommt wegen Kerviel-Affäre Millionenstrafe
Paris (Reuters) - Die französische Bankenaufsicht hat im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Handelsskandal bei Societe Generale eine Strafe von vier Millionen Euro gegen das Geldinstitut verhängt.
Die Behörde bemängelte am Freitag, im internen Kontrollsystem habe es schwere Mängel gegeben. Zudem habe das IT-System der Bank "deutliche Schwachpunkte" gehabt. Allerdings habe das Institut nach Bekanntwerden der Affäre um den Händler Jerome Kerviel schnell gehandelt, um genau diese Defizite abzubauen und einen besseren Einblick in die Tätigkeiten der Mitarbeiter zu bekommen, hieß es weiter. Societe Generale lehnte eine Stellungnahme ab.
Die Bank hatte im Januar bekanntgegeben, Kerviel habe bei Fehlspekulationen 4,9 Milliarden Euro verwettet. Zunächst hieß es, der Angestellte habe allein gehandelt. Später schloss das Unternehmen in einem eigenen Untersuchungsbericht nicht mehr aus, dass der Hauptbeschuldigte einen Komplizen gehabt haben könnte. Die Verluste führten nicht nur zu Veränderungen in der Führungsetage der Bank. Sie rückten Societe Generale auch ins Visier von Übernahme-Interessenten.
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