EU startet intensive Prüfung von geplanter BHP-Rio-Großfusion
Brüssel (Reuters) - Die EU-Kommission hat eine eingängige Prüfung der geplante Großübernahme des Bergbaukonzerns Rio Tinto durch den australischen Rivalen BHP Billiton eingeleitet.
Die Kartellwächter begründeten dies am Freitag mit Bedenken, die Fusion könne auf den Märkten für Eisenerz, Kohle, Uran und Aluminium zu einem Anstieg der Preise führen. BHP könne auf Einwände reagieren. Die Prüfung läuft bis zum 11. November. BHP will Rio für etwa 170 Milliarden Dollar übernehmen.
Vor allem dürfte die Wettbewerbshüter die Machtstellung eines fusionierten Konzerns auf dem Markt für Eisenerz interessieren. Das Eisenerzgeschäft gilt als einer der strittigsten Punkte bei der geplanten Übernahme, weil Rio und BHP zusammen ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Rohmaterials für Stahl kontrollieren würden.
Wegen des derzeit rapiden Preisanstiegs für Eisenerz ist auch Stahl teurer geworden, weshalb wiederum jüngst auch die deutschen Automobilbauer Alarm schlugen.
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