EU prüft US-Vorgehen gegen europäische Sportwetten-Anbieter
Brüssel (Reuters) - Die Europäische Union (EU) geht seit Montag Beschwerden von europäischen Internet-Wettanbietern nach, bei Ermittlungen von US-Behörden sei es zu Diskriminierungen gekommen.
Die Untersuchungen könnten möglicherweise zu einem Verfahren gegen die USA vor der Welthandelsorganisation (WTO) führen, teilte die EU-Kommission mit. Europäische Sportwetten-Anbieter wie bwin und PartyGaming hatten sich im Dezember darüber beschwert, dass das US-Justizministerium ausländische Unternehmen vorrangig ins Visier genommen habe.
Die USA hätten das Recht, legitime politische Bedenken im Zusammenhang mit Internet-Wetten vorzubringen, sagte EU-Handelskommissar Peter Mandelson. Aber Diskriminierung gegen EU-Unternehmen könne nicht Teil der Politik sein.
Bei US-Ermittlungen gegen Anbieter von Internet-Wetten waren vergangenes Jahr zwei Gründer des britischen Unternehmens NETeller festgenommen worden. Die USA hatten zuvor einseitig eine Bestimmung der WTO aufgekündigt und europäischen Glücksspiel und Wettunternehmen den Zugang zu lukrativen US-Markt verwehrt. Die EU geht auch gegen das gesetzliche Verbot von Glücksspielen im Internet in Deutschland vor.
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