Firma von US-Starinvestor Warren Buffett wegen Krise unter Druck
Omaha, 02. Mai (Reuters) - Wirtschafts- und Finanzkrise belasten die US-Investmentfirma Berkshire(BRKa.N: Kurs) von Star-Anleger Warren Buffett weiter schwer. Der Betriebsgewinn sei im ersten Quartal um zwölf Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar gefallen, sagte Buffett am Samstag bei der Jahreshauptversammlung von Berkshire, zu der rund 35.000 Menschen in die Stadt Omaha im US-Bundesstaat Nebraska gepilgert waren. An der Börse hat sein Konzern seit Dezember 2007 rund 39 Prozent an Wert verloren. Gegen die schlimmste Finanzkrise seit Jahrzehnten sei auch Börsen-Legende Buffett nicht immun, kommentierten Analysten. Sie machten sich zudem Sorgen, wer dem 78-Jährigen nachfolgen könne. "Einen Nachfolger zu finden, ist ein großes Problem", sagte auch Aktionär Marc Rabinov, der extra aus Australien angereist war. "Es war ein sehr außergewöhnliches Jahr", erklärte Buffett, dessen Firma am 8. Mai ihre Zahlen vorlegen will. Neben fallenden Aktienpreisen macht Berkshire vor allem das Geschäft mit Derivaten zu schaffen.
Für seine Firma und die gesamte US-Wirtschaft gab der zweitreichste Mensch der Welt einen durchwachsenen Ausblick. Die US-Häuserpreise hätten den Tiefpunkt noch nicht erreicht und die Einzelhändler würden noch längere Zeit unter Druck stehen, erklärte Buffett. Die Lage des Bankensektors beurteilte der Investment-Guru dagegen positiv. Besonders Wells Fargo(WFC.N: Kurs), an dem Berkshire beteiligt ist, befinde sich im Vergleich zu anderen US-Banken in einer hervorragenden Wettbewerbssituation.
(Reporter: Jonathan Stempel, Lulla Zuill; bearbeitet von Andreas Kröner; redigiert von: Birgit Mittwollen)
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