Hochtief-Tochter Leighton nimmt Gewinnprognosen zurück

Dienstag, 6. Januar 2009, 07:03 Uhr
 

Melbourne, 06. Jan (Reuters) - Die australische Hochtief(HOTG.DE: Kurs)-Tochter Leighton(LEI.AX: Kurs) muss ihre Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurücknehmen. Grund seien Abschreibungen auf Beteiligungen auf Bergbau-Dienstleister und Mautstraßenbetreibern wegen der Wirtschaftskrise, teilte das Bauunternehmen am Dienstag mit. Das Wachstum des operativen Gewinns werde 2008/09 auch wegen der schlechteren Aussichten in der Immobilienentwicklung mit acht Prozent auf 650 Millionen australische Dollar (gut 340 Millionen Euro) nur halb so hoch ausfallen wie im November angekündigt, räumte Leighton ein.

Analysten hatten ebenfalls mit einem Plus von 15 Prozent gerechnet. Die eingetrübten Aussichten drückten die Leighton-Aktie an der Börse in Sydney um 11,8 Prozent auf 25,00 australische Dollar.

Für die erste Hälfte des Geschäftsjahres, über das Leighton am 12. Februar berichten will, erwartet das Bauunternehmen einen operativen Gewinn von 270 Millionen australischen Dollar, acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn werde aber auf Grund von Wertberichtigungen auf den Minen-Dienstleister MacMahon Holdings(MAH.AX: Kurs) sowie die börsennotierten Mautstraßen ConnectEast(CEU.AX: Kurs) und BrisConnectionsBCSCA.AX rund 170 Millionen australische Dollar niedriger ausfallen als geplant.

(Reporter: Sonali Paul, bearbeitet von Alexander Hübner; redigiert von Georg Merziger)