Sparkassen fordern schnelle Bad-Bank-Lösung für Landesbanken

Mittwoch, 13. Mai 2009, 13:22 Uhr
 

Frankfurt, 13. Mai (Reuters) - Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis fordert eine schnelle Bad-Bank-Lösung auch für die angeschlagenen Landesbanken. Zeitgleich mit dem jetzt auf den Weg gebrachten Modell für die Privatbanken müsse auch ein Konzept für die öffentlich-rechtlichen Spitzeninstitute kommen, erklärte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband am Mittwoch. Dabei müssten die Landesbanken neben faulen Wertpapieren andere nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Teile auslagern dürfen. Die Bundesregierung verhandelt derzeit mit den Bundesländern über eine Lösung zur Bilanzbereinigung für die Landesbanken. Diese soll möglichst noch in das laufende Bad-Bank-Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden.

Haasis begrüßte, dass der Bund bei den Überlegungen zur Entlastung der Landesbank-Bilanzen auch auf Fusionen der Institute drängt. Es müssten die Voraussetzungen für stabilere Geschäftsfelder geschaffen werden, sagte er. Landesbanken wie die BayernLB[BAYLB.UL], die WestLB[WDLG.UL] oder die HSH Nordbank[HSH.UL] gehören zu den Geldhäusern in Deutschland, die am stärksten von der Finanzkrise betroffen sind.

Die Entlastung aller Bankbilanzen von faulen Papieren ist Haasis zufolge der richtige Schritt, um das Vertrauen in die Banken wiederherzustellen. "Auf diese Weise kann die Fähigkeit zur Vergabe von Krediten gefördert werden", betonte er.

(Reporter: Philipp Halstrick; redigiert von Klaus-Peter Senger)