Steinbrück - Euro-Länder müssen sich gegenseitig helfen
Düsseldorf, 16. Feb (Reuters) - Die Finanzkrise wirkt sich nach den Worten von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück immer stärker auf einige Länder der Euro-Zone aus. "Wir haben in der Euro-Zone einige Länder, die erkennbar in Zahlungsschwierigkeiten kommen", sagte Steinbrück am Montag in Düsseldorf. Es gebe zwar vertragliche Regelungen, nach denen sich die Euro-Länder in solchen Fällen nicht gegenseitig helfen wollten. Wenn eines der Euro-Länder in gravierende Schwierigkeiten gerieten, "wird die Gesamtheit behilflich sein müssen", sagte Steinbrück voraus. Irland befinde sich in einer "sehr schwierigen Lage".
Seit in der Finanzkrise Länder wie Irland und Griechenland massiv unter Druck gekommen sind, gibt es eine Debatte über mögliche Reaktionen auf eine Zuspitzung der Lage. Analysten befürchten bereits ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone. Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die EU halten das für ausgeschlossen.
(Reporter: Matthias Inverardi, redigiert von Angelika Stricker)
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