Solarzellenhersteller Ersol rechnet 2009 mit Margenverfall

Dienstag, 24. März 2009, 12:00 Uhr
 

Stuttgart, 24. Mär (Reuters) - Die Bosch[ROBG.UL]-Solartechnik-Tochter ErsolES6G.DE rechnet im laufenden Jahr wegen der Anlaufkosten für eine neue Produktionslinie mit sinkender Ertragskraft. Auch der zunehmende Preisdruck werde 2009 dafür sorgen, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) nur moderat auf 80 bis 90 Millionen Euro wachse, teilte Ersol am Dienstag mit.

2008 hatte die Bosch-Tochter vor Zinsen und Steuern 70,7 Millionen Euro verdient. Bei einem auf 309,6 Millionen Euro nahezu verdoppelten Umsatz erreichte Ersol damit eine operative Rendite von 22,8 Prozent nach 13,9 Prozent im Jahr 2007. Für dieses Jahr peilt das Unternehmen, an dem Bosch rund 86 Prozent hält, einen Umsatzzuwachs auf 420 Millionen Euro an. Die operative Rendite würde damit auf 19 bis 21 Prozent sinken. Ersol hat sich eine Ebit-Marge von 20 Prozent als strategisches Ziel gesetzt.

Der Autozulieferer Bosch war 2008 bei Ersol eingestiegen, um sich mit verstärkten Investitionen in regenerative Energie unabhängiger vom Automobilgeschäft zu machen. Am Dienstag legte Ersol den Grundstein für ein 530 Millionen Euro teures Produktionswerk für Solarzellen und Solarmodule in Arnstadt bei Erfurt. Die Produktion soll im kommenden Jahr starten. Bis 2012 sollen 1100 zusätzliche Arbeitsplätz bei Ersol entstehen. Derzeit beschäftigt der 1997 gegründete Solartechnik-Hersteller 1300 Mitarbeiter.

(Reporter: Hendrik Sackmann; redigiert von Olaf Brenner)