Haus von ehemaligem RBS-Chef angegriffen

Mittwoch, 25. März 2009, 11:30 Uhr
 

London, 25. Mär (Reuters) - Das Haus des wegen horrender Pensionszahlungen kritisierten ehemaligen Chefs der Royal Bank of Scotland(RBS.L: Kurs) ist am Mittwoch attackiert worden. Drei Fensterscheiben seien am Wohnhaus von Fred Goodwin in Edinburgh eingeworfen worden, berichtete der Sender BBC. Zwei weitere Fenster seien an seinem Wagen, einer Luxus-Limousine, zu Bruch gegangen. Ein Polizeisprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob sich Goodwin und seine Familie zum Zeitpunkt des Zwischenfalls im Haus befunden hätten.

Der 50-jährige Ex-Chef der mit Staatsmitteln gestützten RBS hat massive öffentliche Kritik auf sich gezogen, weil er Forderungen nach einem Verzicht auf seine jährliche Pension von 693.000 Pfund (rund 752.000 Euro) zurückgewiesen hat. Die in der Finanzkrise schwer angeschlagene RBS fuhr mit umgerechnet rund 26 Milliarden Euro den größten Jahresverlust der britischen Wirtschaftsgeschichte ein und musste von der britischen Regierung mit Milliardenhilfen vor dem Kollaps gerettet werden.

(Reporter: Peter Griffiths; bearbeitet von Tom Körkemeier; redigiert von Alexander Ratz)