BASF rechnet mit Wirtschaftswachstum und fallendem Ölpreis | Reuters
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Unternehmen | Freitag, 24. Februar 2012, 10:04 Uhr

BASF rechnet mit Wirtschaftswachstum und fallendem Ölpreis

Frankfurt Der weltgrößte Chemiekonzern BASF rechnet trotz der Euro-Schuldenkrise mit einem soliden Wachstum der globalen Wirtschaft.

"Wir rechnen damit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum nach einem moderaten Start im Jahresverlauf 2012 anziehen wird", sagte BASF-Chef Kurt Bock am Freitag. Zwar würden Unsicherheiten infolge der Staatsschuldenkrise in Europa und den USA die Wachstumsaussichten dämpfen. Im Gesamtjahr geht der Konzern jedoch von einem Wachstum der Weltwirtschaft auf dem Vorjahresniveau von 2,7 Prozent aus.

Die weltweite Chemieproduktion - ohne die Pharmaindustrie - werde im laufenden Jahr sogar um 4,1 Prozent wachsen, sagte der BASF-Chef vorher. "Positive Impulse für die Chemieindustrie werden wiederum vor allem aus den Schwellenländern kommen." Der Konzernchef kalkuliert 2012 mit einem durchschnittlichen Wechselkurs von 1,30 Dollar pro Euro und einem Brent-Ölpreis von 110 Dollar pro Barrel im Jahresdurchschnitt.

Damit setzt BASF auf einen deutlichen Fall des Ölpreises - am Freitag kostete ein Fass (159 Liter) Brent 124 Dollar. Der Preis des für die Chemieindustrie besonders wichtigen Rohstoffes ist seit Dezember wegen der Angst vor einer Eskalation des Atomstreits mit dem Iran kräftig angestiegen. Spannungen in den afrikanischen Ölförderländern Sudan und Nigeria heizen die Spekulationen über Lieferengpässe zusätzlich an. Da laut internationaler Energiebehörde genug Öl vorhanden ist, rechnen Experten aber nicht mit tatsächlichen Versorgungsproblemen.

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