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Unternehmen | Mittwoch, 2. Januar 2013, 19:09 Uhr

Zurückhaltung der Investoren setzt Deutscher Börse zu

Frankfurt Die Zurückhaltung der Investoren hat im vergangenen Jahr deutliche Spuren in der Bilanz der Deutschen Börse hinterlassen.

Der Umsatz auf dem Computersystem Xetra und im Parketthandel der Börse Frankfurt sank um 24 Prozent auf 1,13 Billionen Euro, wie Deutschlands größter Börsenbetreiber am Mittwoch mitteilte. Der Leitindex Dax hat 2012 zwar um 29 Prozent zugelegt. Die Umsätze blieben jedoch deutlich hinter den Vorjahreswerten zurück, weil viele Anleger wegen der Euro-Schuldenkrise und der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ihr Pulver trocken hielten.

Wegen der Zurückhaltung der Investoren, die auch anderen Börsenbetreibern zu schaffen macht, hatte der Frankfurter Konzern nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal seine Jahresziele kassiert. Auch im Dezember setzte sich der Abwärtstrend fort: Auf Xetra ging der Orderbuchumsatz um rund ein Viertel auf 62,5 Milliarden Euro zurück. Umsatzstärkster DAX-Titel auf Xetra im Dezember war die Deutsche Bank mit 3,5 Milliarden Euro, im MDax hatte der Handelskonzern Metro mit 390 Millionen Euro die Nase vorn.

Die Derivate-Tochter Eurex, die wichtigste Sparte der Deutschen Börse, verzeichnete 2012 ebenfalls Rückgänge, die allerdings nicht ganz so kräftig ausfielen wie im Aktien-Bereich. Auf Eurex wurden im vergangenen Jahr pro Tag durchschnittlich neun Millionen Kontrakte gehandelt - ein Minus von rund 19 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011.

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