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Unternehmen | Freitag, 11. Januar 2013, 10:14 Uhr

Hilmar Kopper legt Aufsichtsratsmandat bei HSH nieder

Frankfurt Hilmar Kopper tritt als Aufsichtsratschef der kriselnden HSH Nordbank vorzeitig ab.

Kopper lege sein Amt spätestens zum 28. Februar nieder, teilte die HSH Nordbank am Freitag mit. Diesen Entschluss habe Kopper gegenüber dem Vorstandsvorsitzenden der Bank, Constantin von Oesterreich, bereits Mitte Dezember vergangenen Jahres schriftlich erklärt und gleichzeitig die Anteilseigner über die Amtsniederlegung informiert. Ursprünglich wäre sein Vertrag noch bis 2014 gelaufen. Die Nachfolge von Kopper im Aufsichtsrat wollen die Mehrheitseigner der Bank, die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein, im Laufe des Tages bekanntgeben.

Die HSH Nordbank hatte sich in der Finanzkrise mit Kredit- und Wertpapiergeschäften verspekuliert und musste vom Staat mit Milliardenhilfen vor dem Aus gerettet werden. Wegen der Staatshilfe musste die HSH auf Geheiß der EU zu einer Regionalbank schrumpfen, die Flugzeugfinanzierung und das globale Immobiliengeschäft aufgeben und die Schiffsfinanzierung zurückfahren. Angesichts der anhaltenden Krise in der Schifffahrt wird inzwischen darüber diskutiert, den staatlichen Garantierahmen wieder auf zehn Milliarden Euro aufzuspannen. Er war nach ersten Erfolgen bei der Sanierung der Bank unlängst auf sieben Milliarden verringert worden.

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