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Unternehmen | Montag, 7. Januar 2013, 17:50 Uhr

Bayer will Augenmittel in Japan breiter einsetzen

Frankfurt Bayer will sein Augenmittel Aflibercept auch in Japan in einem weiteren Krankheitsfeld vermarkten.

Der Pharma- und Chemiekonzern beantragte bei der japanischen Arzneimittelbehörde MHLW die Zulassung des Präparats zur Behandlung des Makula-Ödems nach Zentralvenenverschluss (ZVV), wie Bayer am Montag mitteilte. Aflibercept, das auch unter den Namen Eylea und VEGF Trap-Eye bekannt ist, gehört zu fünf neuen Präparaten, denen der Konzern zusammen einen jährlichen Spitzenumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro zutraut. Das Augenmittel alleine soll einmal rund eine Milliarde Euro im Jahr einbringen.

Laut Bayer leiden rund 166.000 Menschen in den USA und Europa zusammengenommen unter ZVV. Bayer machte keine Angaben dazu, wie viele Menschen in Japan, das zu den Top-3 Medizinmärkten der Welt gehört, von der Krankheit betroffen sind. Wenn sich die zentrale Netzhautvene verschließt, kann dies zu Blutstauungen und zu Ödemen in der Netzhaut und schließlich zu einem Verlust der Sehkraft führen. In den USA ist das Medikament, das ins Auge gespritzt wird, bereits für die Behandlung in diesem Therapiefeld zugelassen. In Europa wurde die Zulassung in dieser Indikation im Dezember beantragt. Darüber hinaus ist das Präparat bereits zur Behandlung der feuchten AMD, einem weiteren Augenleiden, in Europa, den USA, Japan und weiteren Ländern genehmigt.

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