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Inland | Samstag, 5. Januar 2013, 15:47 Uhr

Steinbrück bekräftigt Äußerungen zu Kanzlergehalt

Berlin SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seine Äußerungen über das Gehalt deutscher Regierungschefs verteidigt.

"Ich habe mitnichten gefordert, das Kanzlergehalt zu erhöhen", sagte Steinbrück dem "Tagesspiegel am Sonntag" laut Vorabmeldung. Er habe lediglich die Meinung vertreten, dass Kanzler im Vergleich zu Führungskräften in der Wirtschaft eher gering bezahlt seien. Das hätten er und auch andere schon viele Male zuvor gesagt, und dazu stehe er auch. Diese Wahrheit werde er auch als Kanzlerkandidat nicht verschweigen. "Ich sage, was ich denke, und ich tue, was ich sage."

Zugleich räumte Steinbrück ein, dass seine Äußerung bei Geringverdienern missverstanden werden könnte. "Natürlich kann man davon gut leben." Dies gelte vor allem aus der Perspektive einer alleinerziehenden Frau mit 1000 Euro monatlich. Das Kanzlergehalt liegt bei etwa 220.000 Euro im Jahr.

Steinbrück verteidigte bereits am Freitag bei seinem ersten Wahlkampfauftritt nach der Weihnachtspause seine umstrittene Äußerung, ohne allerdings im Detail darauf einzugehen. Er hatte seinen Start als Kanzlerkandidat im Herbst mit einer Debatte über sein Millionenhonorar für Vorträge verstolpert. Über den Jahreswechsel argumentierte er dann, selbst Sparkassendirektoren bekämen mehr als ein Kanzler. Auch aus der SPD war Steinbrück für die Äußerung kritisiert worden.

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