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Inland | Mittwoch, 20. Februar 2013, 08:05 Uhr

Altmaier: Energiewende könnte bis zu eine Billion Euro kosten

Berlin Die Energiewende in Deutschland könnte nach den Worten von Umweltminister Peter Altmaier im ungünstigsten Fall bis zu eine Billion Euro kosten.

Ein zentrales Kostenrisiko seien ungebremste Ausgaben für den Ökostrom, sagte der Minister der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Mittwoch. "Das alles kann dazu führen, dass sich die Kosten der Energiewende und des Umbaus der Energieversorgung bis Ende der 30er Jahre dieses Jahrhunderts auf rund eine Billion Euro summieren könnten", erklärte der Minister. "Wenn wir nichts dagegen tun, werden wir diese Größenordnung erreichen. Mit den Vorschlägen für eine Strompreisbremse ließen sich bis zu 300 Milliarden Euro sparen."

Der Minister verwies zugleich darauf, dass er Ausstoß von klimaschädlichen Gasen im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren wieder gestiegen sei. "Darauf deuten die vorläufigen Zahlen hin", sagte Altmaier. Er äußerte sich darüber "außerordentlich stark beunruhigt" darüber, dass auch weltweit der CO2-Ausstoß in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sei. Besorgniserregend sei ferner, dass in Deutschland wieder mehr Kohle zur Stromgewinnung eingesetzt wird. "Das kann uns nicht gleichgültig sein, weil es die Erfüllung unserer Klimaziele gefährdet", sagte Altmaier.

Im Januar war bekanntgeworden, dass Kohlekraftwerke 2012 einen größeren Anteil an der deutschen Stromproduktion lieferten. Die Entwicklung wird durch gesunkene Preise für Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte begünstigt. Der Umweltminister äußerte sich "ziemlich sicher", dass er mit seinem Kollegen Philipp Rösler im Wirtschaftsressort auch eine Einigung im Streit über eine Reform des Emissionshandel finden wird. "Wir werden zeigen, dass diese Bundesregierung international handlungsfähig ist", erklärte er.

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