Konjunktur | Freitag, 9. November 2012, 10:08 Uhr

Bundesregierung: Exportimpulse dürften vorerst ausbleiben

Berlin Von den Exporten wird in den kommenden Monaten nach Prognose der Bundesregierung vorerst kein Schub mehr für die deutsche Wirtschaft ausgehen.

"Außenwirtschaftliche Impulse dürften in den kommenden Monaten ausbleiben", hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Im September waren die Exporte wegen der einbrechenden Nachfrage aus der Euro-Zone so stark gefallen wie seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr. Die sinkenden Auslandsaufträge der exportabhängigen Industrie deuten auf einen anhaltenden Negativtrend hin.

"Insgesamt ergibt sich damit eine merklich abgeschwächte wirtschaftliche Dynamik im Winterhalbjahr", erklärte das Ministerium. "Risiken sind nach wie vor beachtlich." Viele Ökonomen gehen deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal schrumpfen wird - zum ersten Mal seit Ende 2011.

"Insgesamt bleibt das außenwirtschaftliche Umfeld insbesondere im Euro-Raum schwierig", hieß es in dem Bericht. Ob dies durch eine Nachfrage aus Übersee ausgeglichen werden könne, bleibe offen. "Trotz jüngster positiver Signale erscheint die Belebung in wichtigen Volkswirtschaften wie etwa den Vereinigten Staaten und China noch keineswegs als gesichert."

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