Unternehmen | Dienstag, 13. November 2012, 07:04 Uhr

Insider: Tarifkonflikt bei Lufthansa beigelegt

Frankfurt Der Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren 18.000 Flugbegleitern ist Insidern zufolge beigelegt.

Man habe sich auf ein Ergebnis geeinigt, sagte ein mit dem Verhandlungen Vertrauter am Montag zu Reuters. Zuvor hatte ein Konzern-Insider gesagt, die Schlichtung werde nicht an der Lufthansa scheitern. Damit ist ein erneuter Streik der Stewards und Stewardessen offenbar vorerst vom Tisch. Schlichter Bert Rürup hat für Dienstagmittag zu einer Pressekonferenz nach Wiesbaden geladen, um zusammen mit dem Konfliktparteien die Eckpunkte des Tarifkompromisses vorzustellen. Sowohl die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo als auch Lufthansa wollten keine Stellungnahme abgeben.

In trockenen Tüchern ist die Einigung damit aber noch nicht. Die Ufo-Mitglieder müssen das Papier in einer Urabstimmung noch annehmen. Ihre Schlagkraft hat die Gewerkschaft bereits bewiesen und die Lufthansa im Spätsommer drei Tage lang bestreikt. Erst die Einigung auf eine Schlichtung, die nun kurz vor dem Ende steht, beendete den Ausstand. Die Verhandlungen standen mehrmals vor dem Abbruch. Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte die Stewards und Stewardessen seitdem mit immer neuen Sparankündigungen und einem massiven Ausbau der Billigtochter Germanwings gegen sich aufgebracht. Daneben stand der Streit um Löhne im Mittelpunkt: Die Gewerkschaft wollte unter anderem Gehaltserhöhungen um fünf Prozent bei einer Laufzeit von 15 Monaten durchsetzen. Dagegen hatte die Lufthansa eine Erhöhung um 3,5 Prozent über drei Jahre angeboten.

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