Inland | Samstag, 19. Januar 2013, 14:41 Uhr

Steinbrück weist Forderung nach größerem Mali-Engagement zurück

Berlin SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Forderungen nach einem größeren Engagement der Bundesrepublik in Mali zurückgewiesen.

"Die SPD hat die klare Position, dass es zu einer Beteiligung Deutschlands mit Blick auf ein militärisches Eingreifen in Mali nicht kommen darf", sagte Steinbrück am Samstag im Hörfunksender ffn. "Wir sind dagegen." Offen sei seine Partei aber für eine logistische Unterstützung von Partnern wie Frankreich, sagte Steinbrück.

Zuvor hatte Bundestagspräsident Norbert Lammert die deutsche Unterstützung für den französischen Militäreinsatz in Mali als unzureichend kritisiert. Die Entsendung zweier Transall-Flugzeuge reiche sicher nicht aus, sagte der CDU-Politiker der "Saarbrücker Zeitung". "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendjemand das für den deutschen Beitrag hält." Er verstehe die Entsendung "eher als ein erstes demonstratives Signal", dass sich Deutschland nicht wie im Fall Libyen zurückhalte.

Frankreich unterstützt das westafrikanische Land im Kampf gegen islamistische Rebellen. Deutschland hat zugesagt, Truppen aus Staaten der Westafrikanischen Wirtschaftsunion (Ecowas) in Malis Hauptstadt Bamako zu fliegen. Einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten in Mali hat die Bundesregierung ausgeschlossen.

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