Ausland | Samstag, 24. November 2012, 15:25 Uhr

Schröder lobt Russlands Fortschritte auf Weg zu Demokratie

Berlin Altkanzler Gerhard Schröder sieht Russland unter Präsident Wladimir Putin auf dem Weg zur Demokratie.

"Die führenden Leute wollen aus Russland ein Land machen, in dem Rechtsstaatlichkeit, Stabilität und Demokratie herrschen", sagte Schröder der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut einem Vorabbericht. Die Aufgabe Putins habe zunächst darin bestanden, Staatlichkeit und Stabilität wiederherzustellen. "Das hat Wladimir Putin getan, und das ist seine historische Leistung", erklärte Schröder. Die Stabilität Russlands liege im europäischen Interesse. "Berlin liegt näher an der russischen als an der französischen Grenze", fügte er hinzu.

Putin war zuletzt scharf kritisiert worden wegen der harten Urteile für die Mitglieder der Punkband Pussy Riot. Schröder arbeitet unter anderem als Aufsichtsratschef der Nord Stream AG, die eine Erdgas-Pipeline von Russland nach Deutschland betreibt und zu 51 Prozent dem russischen Staatskonzern Gazprom gehört. Der SPD-Politiker war heftig dafür angegriffen worden, dass er Putin vor Jahren als lupenreinen Demokraten bezeichnet hatte.

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