19. März 2017 / 12:53 / vor 7 Monaten

Schulz fordert mehr Gerechtigkeit in Deutschland

Outgoing Social Democratic Party (SPD) leader Sigmar Gabriel and incoming party leader and candidate in the upcoming general elections Martin Schulz during SPD party convention in Berlin, Germany, March 19, 2017. REUTERS/Axel Schmidt - RTX31PH8

Berlin (Reuters) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zieht mit dem Versprechen von mehr sozialer Gerechtigkeit in den Bundestagswahlkampf.

“Wenn wir nicht dafür sorgen, dass es in diesem Land gerechter zugeht, dann wird das niemand Anderes machen”, sagte der frühere Präsident des Europaparlaments am Sonntag auf einem Bundesparteitag in Berlin. “Ich möchte, dass der einzelne Mensch Respekt bekommt.” Wer hat arbeite, habe Respekt verdient. Dazu gehöre gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Das “unerträgliche Lohngefälle zwischen Männern und Frauen” müsse aufhören.

Der 61-Jährige bewarb sich mit seiner Rede um den SPD als Nachfolger von Sigmar Gabriel. Zum Auftakt der Rede sagte er unter dem Jubel der etwa 600 Delegierten und mehreren hundert Besucher: “Die SPD ist wieder da. Wir sind wieder da.” Seit seiner Nominierung als Kanzlerkandidat hat die Partei in Umfragen deutlich zugelegt.

Schulz sagte, die SPD habe die Demokratie erstritten, das Frauenwahlrecht erkämpft, sich den Nationalsozialisten in den Weg gestellt, unter Willy Brandt das Bildungssystem zukunftsfest gemacht, das Land vor einer Beteiligung am Irak-Krieg bewahrt und den Mindestlohn durchgesetzt. “Der mutige Kampf für Freiheit, für Gerechtigkeit und für Demokratie wird in Deutschland seit mehr als 150 Jahren symbolisiert von diesen drei Buchstaben: SPD.”

Schulz unterstrich seine Herkunft. Er sei das fünfte Kind “einfacher und sehr anständiger Leute”. In der Schule sei er faul gewesen, und als junger Mann habe er nur Fußball im Kopf gehabt. Er habe die Orientierung verloren. “Fast wäre alles in meinem Leben schiefgegangen.” Doch dann habe er eine zweite Chance bekommen. Schulz absolvierte damals eine Buchhändler-Lehre und machte eine eigene Buchhandlung auf. Später wurde er Bürgermeister von Würselen bei Aachen, bevor er Mitte der 90er Jahre als Abgeordneter ins Europaparlament einzog.

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