Inland | Dienstag, 11. Dezember 2012, 14:34 Uhr

Gewerkschaften wollen 6,5 Prozent mehr Lohn in Ländern

Berlin Die Gewerkschaften wollen im kommenden Jahr für rund eine Million Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder Lohnerhöhungen um 6,5 Prozent durchsetzen.

Dies beschlossen die Tarifkommissionen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie des Beamtenbundes (dbb) am Dienstag in Berlin, wie Verdi-Chef Frank Bsirske mitteilte. Die Laufzeit des Tarifvertrages solle zwölf Monate nicht überschreiten. Das Ergebnis soll zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamten der Länder sowie 650.000 Pensionäre von Ländern und Kommunen übertragen werden. Damit wird laut Verdi über die Bezüge für drei Millionen Menschen verhandelt.

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder, der nur Hessen nicht angehört, sollen am 31. Januar 2013 beginnen. Laut Bsirske sind bereits weitere Verhandlungsrunden für Februar und Mitte März vereinbart. "Wir haben uns heute dazu entschlossen, eine Entgeltforderung in Höhe von 6,5 Prozent mit einer sozialen Komponente zu erheben", sagte Bsirske. Der Gehaltsrückstand in den Ländern auf wichtige Branchen der Wirtschaft sei in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Dies sei nicht länger hinnehmbar, zumal in den kommenden zehn Jahren etwa ein Viertel der Beschäftigten bei den Ländern altersbedingt ausscheide. Zudem wolle Verdi einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur leisten.

Der dbb-Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt warnte vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die Länder müssten bei der Bezahlung Anschluss an Bund und Kommunen halten.

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