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Unternehmen | Sonntag, 16. Dezember 2012, 15:47 Uhr

Cromme lehnt Rücktritt als Aufsichtsrats-Chef von Thyssen ab

Frankfurt ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme schließt persönliche Konsequenzen wegen der Milliardenverluste des Konzerns kategorisch aus.

"Ich werde überhaupt nicht zurücktreten. Ich bin keiner, der vor Verantwortung wegläuft", sagte Cromme dem Magazin "Der Spiegel". Er werde auch seinen 70. Geburtstag im Februar nicht zum Anlass nehmen, um seinen Posten zu räumen.

ThyssenKrupp steckt angesichts von Milliarden-Verlusten, illegalen Preisabsprachen und Korruptionsvorwürfen in der schwersten Krise seit der Fusion von Thyssen und Krupp im Jahr 1999. Der Konzern zog vor wenigen Tagen Konsequenzen aus der Serie von Unregelmäßigkeiten und entließ drei der sechs Vorstände.

Über die explodierenden Kosten und Verzögerungen bei den Stahlwerken in Brasilien und den USA sei der Aufsichtsrat zu spät benachrichtigt worden, sagte Cromme. "Wir bekamen immer nur die Information, dass alles in bester Ordnung sei." Über "Fehler im Projektmanagement" seien die Kontrolleure bis ins Jahr 2008 nicht eingeweiht worden. Deshalb sei ein Eingreifen nicht möglich gewesen.

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