Unternehmen | Montag, 11. Februar 2013, 07:46 Uhr

Vodafone stemmt sich gegen Vormarsch der Billigkonkurrenz

Frankfurt Vodafone will durch den Ausbau des superschnellen Mobilfunknetzes LTE den Vormarsch der Billigkonkurrenz stoppen.

Viele Verbraucher seien bereit, für ein superschnelles und sicheres Netz einen Premiumaufschlag zu zahlen, sagte Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum dem "Handelsblatt" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.

Mit aggressiven Preisen haben die kleineren Konkurrenten E-Plus und O2 den Platzhirschen Vodafone und Deutsche Telekom in den vergangenen Jahren Marktanteile abgejagt. Beim Ausbau des LTE-Netzes hinken O2 und E-Plus noch hinterher. "Wir werden noch zehn Jahre lang die Unterschiede sehen und zwar deutlich", sagte Schulte-Bockum. Statt auf Kampfpreise zu setzen, wolle Vodafone mit Schnelligkeit, besserem Service und Netzqualität Kunden zurückgewinnen.

Vodafone will im laufenden Geschäftsjahr 2012/13 zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro in den Netzausbau stecken - das sind 200 bis 300 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Geld fließt aber nicht nur in das LTE-Netz. Gleichzeitig möbelt Vodafone auch sein bestehendes Netz auf - hier war das Unternehmen in großen Netz-Tests 2012 wegen schlechter Sprachqualität und Gesprächsabbrüchen zurückgefallen.

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