17. Juli 2017 / 14:09 / vor 2 Monaten

Forsa-Chef hält Lage der SPD für ausweglos

Germany's Social Democratic Party SPD candidate for chancellor Martin Schulz holds a speech during an event at the SPD headquarters in Berlin, Germany, July 16, 2017. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Forsa-Chef Manfred Güllner sieht keine Chancen mehr für die SPD, bis zum Wahltag im September den Abstand zur Union aufzuholen.

Auf die Frage, ob die Lage der SPD aussichtslos sei, sagte Güllner am Montag zu Reuters: “Man muss wahrscheinlich sagen Ja.” Güllner fügte hinzu: “Eigentlich müssten Wunder passieren, und die sind selten.” So könne die SPD nicht auf die noch unentschlossenen Bürger setzen. “Das ist eines der Märchen, das die Parteien sich immer erzählen, dass die Wahlentscheidung erst in den letzten Tagen vor der Wahl fällt.” Es sei nicht so, dass die Leute gar nicht wüssten, wohin sie tendierten.

Alles spreche für eine höhere Wahlbeteiligung als im Jahr 2013, sagte Güllner. “Das heißt, alle Parteien haben ihre Anhänger weitgehend mobilisiert.” Bei der SPD hätten dazu die überraschende Kandidatur von Schulz und die drei Landtagswahlen beigetragen. “Wo will Schulz noch Reserven hernehmen, wenn er alle, die potenziell SPD wählen wollen, schon hinter sich gebracht hat?”, fragt der Meinungsforscher.

Wenn Schulz mit der SPD wirklich stärkste Partei werden wolle, müsse er noch mal fast zehn Prozentpunkte gewinnen und die Union verlieren. Mit Ausnahme des Jahres 2005 habe die höchste Zuwachsrate, die die SPD seit 1994 in der Zeit von Juni bis zum Wahltag im September habe erreichen können, drei Prozentpunkte betragen. Doch damit komme derzeit sie nicht mal in die Nähe der Union. Nur im Jahr 2005 konnte die SPD mit Gerhard Schröder eine Aufholjagd von sechs Prozentpunkten hinlegen. Am Ende reichte es aber dennoch knapp nicht für die Mehrheit.

In einer Emnid-Umfrage vom Wochenende kommt die SPD auf 25 Prozent und die Union auf 38 Prozent. Bei Forsa stand die SPD vor einer Woche bei 22 Prozent und die Union bei 39 Prozent.

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