19. Mai 2017 / 06:48 / in 4 Monaten

SPD und Schulz in Umfragen weiter im Abwärtstrend

Social Democratic Party (SPD) leader Martin Schulz addresses a news conference in Berlin, Germany, May 15, 2017. REUTERS/Hannibal Hanschke

Berlin (Reuters) - Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz setzt nach der Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen ihren Abwärtstrend in Umfragen fort.

Im ARD-Deutschlandtrend sackt die Partei in der Wählergunst um einen Punkt weiter ab und liegt derzeit mit 26 Prozent zwölf Punkte hinter der Union, die um einen Punkt auf 38 Prozent zulegt. Im ZDF-Politbarometer vom Freitag fallen die Sozialdemokraten um zwei Punkte auf 27 Prozent. Die Union verbessert sich gleichzeitig um einen Zähler auf 38 Prozent. In beiden Umfragen ist es der beste Wert für CDU/CSU seit Anfang 2016.

AfD und FDP könnten in der ARD-Umfrage mit jeweils neun Prozent der Stimmen rechnen, die Grünen mit acht Prozent und die Linken mit sechs Prozent. Linke und AfD büßen damit einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche ein, die Grünen bleiben unverändert und die FDP gewinnt einen Punkt.

Im ZDF-Politbarometer ergibt sich ein ähnliches Bild, allerdings mit einer deutlich schwächeren AfD: Die Linke käme hier auf neun Prozent, die Grünen würden einen Punkt auf sieben Prozent abgeben, die FDP legt zwei Punkte zu und kommt mit acht Prozent auf ihren besten Wert seit sieben Jahren. Die AfD würde sich auf sieben Prozent verschlechtern.

In beiden Befragungen hätte außer einem Bündnis aus Union und SPD auch eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP eine Mehrheit.

AUCH IN KANZLERPRÄFERENZ MERKEL DEUTLICH VOR SCHULZ

Bei einer Direktwahl würden sich nach der ARD-Umfrage momentan unverändert 49 Prozent der Wählerinnen und Wähler für Angela Merkel als Bundeskanzlerin entscheiden. Schulz würde von noch 32 Prozent die Stimme erhalten - ein Minus von vier Punkten zur Vorwoche. Auch beim Politbarometer liegt die Amtsinhaberin deutlich vor ihrem Herausforderer: Nach 50 Prozent Ende April wünschen sich nunmehr 57 Prozent der Befragten erneut Merkel als Kanzlerin, 33 Prozent wollen lieber Schulz nach 37 Prozent im April.

Fast die Hälfte der Bundesbürger (48 Prozent) wünscht sich der ARD-Umfrage zufolge weiter eine Unions-geführte Bundesregierung. Damit verbesserten sich die Unionsparteien um einen Punkt. Eine Regierung unter der Regie der SPD könnten sich 32 Prozent der Befragten vorstellen - vier Punkte weniger als in der Befragung vom 11. Mai. Zwei Drittel der Befragten äußerten, die Bundeskanzlerin sorge dafür, dass es ihnen in einer unruhigen Welt gutgehe. Für die Umfrage interviewte Infratest dimap 1017 Wahlberechtigte am 16. und 17. Mai.

In der ZDF-Umfrage, für die die Forschungsgruppe Wahlen vom 16. bis 18. Mai 1344 Wahlberechtigte befragte, erhält ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP etwas mehr Zustimmung bei den Bürgern als ein Bündnis aus Union und SPD. So fänden es 43 Prozent gut, wenn es nach der Bundestagswahl zu Schwarz-Gelb käme, 37 Prozent fänden das schlecht. Eine Neuauflage der großen Koalition bewerten 39 Prozent gut und 41 Prozent als schlecht. Nur ein Drittel (33 Prozent) der Deutschen ist der Meinung, dass schon klar sei, wer die Wahl in vier Monaten gewinnen wird. Die meisten Befragten (66 Prozent) halten das Rennen noch für offen. 73 Prozent erwarten aus heutiger Sicht, dass die Union stärkste Kraft bleibt.

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