Kämpfe zwischen Autonomen und Polizei in Hamburg - Festnahmen

Sonntag, 13. September 2009, 11:10 Uhr
 

Berlin (Reuters) - In Hamburg hat es den zweiten Tag in Folge schwere Auseinandersetzungen zwischen Autonomen und der Polizei gegeben.

Mehrere schwarz gekleidete und vermummte Personen hätten am frühen Sonntagmorgen einen Polizisten beim Regeln des Verkehrs angegriffen und ihn durch die Stadt gejagt, sagte Polizeisprecher Ralf Meyer. Dann hätten die Randalierer mit einem Verkehrsschild die Fensterscheiben einer Polizeiwache zerschlagen, Böller hinein geworfen und später einen Elektroladen geplündert. "Im Anschluss gab es mehrere Festnahmen", erklärte Meyer.

Im weiteren Verlauf lieferte sich eine Gruppe von 150 bis 200 Randalierern Straßenschlachten mit der Polizei, wie Meyer weiter erklärte. Dabei hätten auch andere Personen die Beamten mit Steinen und Flasche beworfen. Außerdem setzten die Autonomen Autoreifen und Mülleimer in Brand. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen die Randalierer vor.

Am Rande des alljährlich stattfindenden Festes im Hamburger Schanzenviertel liefert sich die autonome Szene seit Jahren Schlachten mit der Polizei. Bereits am Freitag war es bei Protesten gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD zu Ausschreitungen gekommen, bei denen zwölf Polizisten und mehrere linker Demonstranten verletzt wurden. Insgesamt nahm die Polizei 60 Personen vorübergehend fest oder in Gewahrsam, darunter sowohl Nazigegner als auch NPD-Anhänger. Insgesamt waren rund 2000 Beamte aus verschiedenen Bundesländern im Einsatz.