FDP bricht in Wählergunst ein

Mittwoch, 4. November 2009, 12:03 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die FDP bricht eine Woche nach Aufnahme der Regierungsgeschäfte in der Wählergunst ein.

In dem am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen Stern-RTL-Wahltrend verlieren die Liberalen drei Punkte auf zwölf Prozent. Das ist der schlechteste Wert in diesem Jahr in einer Forsa-Umfrage. Damit liegt die FDP gleichauf mit der Linkspartei und den Grünen. Jeweils einen Prozentpunkt zulegen konnten Union und SPD auf 36 beziehungsweise 21 Prozent.

Auch die FDP-Minister bekommen insgesamt schlechte Noten von den Wählern. Von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle glaubt nicht einmal jeder dritte Befragte (29 Prozent), der FDP-Politiker könne dazu beitragen, dass die Wirtschaft wieder in Fahrt kommt. Selbst unter FDP-Anhängern glauben nur 35 Prozent, Brüderle könne helfen, die Wirtschaft anzukurbeln. Ein bezahlbares Gesundheitssystem trauen nur 36 Prozent dem Gesundheitsminister Philipp Rösler zu, 48 Prozent glauben das nicht.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der den Schlüssel für das zentrale Wahlversprechen der Steuersenkungen in Händen hält, trauen 41 Prozent die Schaffung eines gerechteren Steuersystems zu. Allerdings sind 50 Prozent skeptisch, dass Schäuble dies schafft.

Für die sogenannte Sonntagsfrage interviewte Forsa 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zwischen dem 26. und 30. Oktober, für die Ministerfragen 1005 Wähler am 29. und 30. Oktober.