Regierung: Merkel und Obama wollen sich bei Opel abstimmen

Donnerstag, 5. November 2009, 17:25 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Kanzlerin Angela Merkel hat mit US-Präsident Barack Obama eine enge Abstimmung über die Zukunft der General-Motors-Tochter Opel vereinbart.

Merkel habe nach der überraschenden Absage des Verkaufs durch den US-Mutterkonzern am Mittwochabend mit Obama gesprochen, teilte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Donnerstag in Berlin mit.

"Präsident Obama bestätigte in dem gestern Abend geführten Telefonat, dass er in die GM-Verwaltungsratsentscheidung nicht eingebunden war", erklärte Wilhelm. "Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Obama kamen überein, sich über die Thematik weiterhin laufend abzustimmen", fügte er hinzu. Die Nachricht hatte allerdings Merkel am Dienstag kurz nach ihrer Rede vor dem US-Kongress und wenige Stunden nach einem Treffen mit Obama in Washington erreicht und die deutsche Regierung völlig unvorbereitet getroffen.

Die Regierungschefin habe in dem Telefonat bekräftigt, dass die Bundesregierung auf schnellstmögliche Vorlage einer neuen Konzeption zu Opel und der Rückzahlung des Brückenkredits bis Ende November dringen werde, hieß es in der Erklärung des Regierungssprechers.