Friedrich dringt auf maßvollen Abschluss im öffentlichen Dienst

Montag, 9. Januar 2012, 17:44 Uhr
 

Köln (Reuters) - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat vor den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst mit Blick auf die angespannte Haushaltslage Kompromissbereitschaft gefordert.

Beide Seiten müssten miteinander versuchen, "angemessene Lösungen" zu finden, sagte Friedrich am Montag in Köln bei der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Alle Staaten in Europa müssten angesichts der Schuldenkrise Maß halten, betonte der CSU-Politiker. Die Verhandlungen mit dem dbb und der Gewerkschaft Verdi sollten im März beginnen, kündigte Friedrich an. Beide wollen im Februar eine Forderung an die öffentlichen Arbeitgeber vorlegen.

Der Chef des Beamtenbunds, Peter Heesen, kündigte eine "angemessene Einkommensforderung" an. Die Binnenkonjunktur müsse durch höhere Löhne angekurbelt werden, unterstrich er. Beamte müssten angemessen honoriert werden. Zugleich forderte der dbb-Chef auch Reformen für den öffentlichen Dienst. Dazu gehörten etwa "attraktivere Einstiegsbedingungen", um in der Konkurrenz mit der freien Wirtschaft nicht Bewerber zu verlieren - aber auch den "noch vorhandenen Muff" in Amtsstuben zugunsten eines "modernen" Arbeitsumfelds zu beseitigen.