Beitrags-Rückzahlungen -Koalition macht Druck auf Kassen

Samstag, 11. Februar 2012, 15:58 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Führende Gesundheitspolitiker der Regierungskoalition haben die Krankenkassen aufgefordert, angesichts von Milliarden-Überschüssen Beiträge an die Versicherten zurückzugeben.

Die Krankenkassen sollten handeln und ihren Mitgliedern Geld auszahlen, sagte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr der "Rheinischen Post" vom Samstag. Millionen Versicherte könnten profitieren, wenn die Kassen, die es sich leisten könnten, etwas an ihre Mitglieder zurückzahlten, argumentierte der FDP-Politiker. Für die Kassen, die Prämien ausschütteten, wäre dies zudem ein Wettbewerbsvorteil. Allerdings nutzten noch nicht viele Krankenkassen die im Gesetz vorgesehene Möglichkeit, bei hohen Überschüssen Prämien an die Versicherten auszuzahlen. Nur eine Handvoll Krankenkassen gäben bisher Geld an die Versicherten zurück.

Unterstützung erhielt Bahr vom CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn. "Viele Krankenkassen schwimmen derzeit im Geld. Sie sollten ihre Versicherten an der guten Entwicklung teilhaben lassen und Prämien ausschütten", erklärte Spahn. Möglich seien Prämien von 30, 50 oder 60 Euro pro Jahr bei einigen Kassen. So könnten Millionen Versicherte in Deutschland vom Aufschwung profitieren.

 
<p>German Health Minister Daniel Bahr speaks during a news conference presenting the 'Health Made in Germany' initiative at the economy ministry in Berlin, August 22, 2011. The joint program of the economy and health ministries seeks to promote German health care industry on international markets. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: POLITICS HEALTH)</p>