FDP legt nach Gauck-Nominierung leicht zu

Mittwoch, 29. Februar 2012, 11:38 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die FDP hat nach der von ihr erzwungenen Nominierung von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten leicht in der Wählergunst zugelegt.

Im Vergleich zur Vorwoche verbesserte sie sich in dem am Mittwoch vorab veröffentlichten "stern"-RTL-Wahltrend um einen Punkt auf drei Prozent. Auch Parteichef Philipp Rösler legt im Ansehen der Wähler um einen Punkt auf 31 Punkte zu. Allerdings bildet der Vizekanzler damit gemeinsam mit seinem Parteikollegen Außenminister Guido Westerwelle weiterhin das Schlusslicht der Beliebtheitsskala. Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt dagegen auf ihren höchsten Wert seit Bestehen der schwarz-gelben Regierungskoalition. Sie legte im Vergleich zu Ende Dezember zwei Punkte zu auf 64 Zähler.

Die CDU-Chefin rangiert damit acht Punkte vor ihren gleichauf liegenden möglichen SPD-Herausforderern Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier.

CDU/CSU kommen zum vierten Mal in Folge auf 38 Prozent. Die SPD gewinnt einen Punkt hinzu, sie erreicht 26 Prozent. Die Grünen fallen um einen Punkt auf 14 Prozent. Die Linke verharrt bei acht Prozent. Sieben Prozent erhält die Piratenpartei.

Die FDP hatte die Nominierung Gaucks gegen den Willen der Union erzwungen. Unions-Politiker hatten dem Koalitionspartner daraufhin Vertrauensbruch vorgeworfen. Die FDP wies dies zurück und reklamierte die Nominierung Gaucks als Erfolg für sich.

Für die Politikerrangfolge befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1001 Bundesbürger am 22. und 23. Februar 2012, für den Wahltrend waren es 2502 Bundesbürger vom 20. bis 24. Februar 2012.