Westerwelle: In der Eurokrise ist "Licht am Ende des Tunnels"

Dienstag, 18. September 2012, 08:20 Uhr
 

(Reuters) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat mehr europäische Integration als Antwort auf die Euro-Krise gefordert.

"Die europäische Schuldenkrise hat zu einer ernsten Vertrauenskrise geführt. Dem stellen wir uns mit pro-europäischer Entschlossenheit entgegen", sagte Westerwelle der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe). Bei der Bewältigung der Krise gebe es mittlerweile "Licht am Ende des Tunnels", weshalb nun weitergehende Reformvorhaben angepackt werden müssten. "Es geht darum, Europa besser zu machen und neues Vertrauen in Europa zu schaffen", forderte der FDP-Politiker.

Westerwelle verwies auf die von ihm gegründete "Zukunftsgruppe" von elf EU-Außenministern, die am Montagabend in Warschau zu ihrer Abschlusssitzung zusammenkam. Der Gruppe gehe es darum, die "EU handlungsfähiger, transparenter und demokratischer zu gestalten", sagte Westerwelle. So könne ein pro-europäisches Klima geschaffen werden. "Nur geeint und zusammen sind wir stark genug, um in der Globalisierung erfolgreich zu bestehen", sagte Westerwelle. Europa müsse zur globalen Gestaltungskraft werden.

Der deutsche Außenminister hatte die "Zukunftsgruppe" Anfang 2012 ins Leben gerufen. Ihr gehören neben ihm die Außenminister Belgiens, Dänemarks, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs, der Niederlande, Österreichs, Polens, Portugals und Spaniens an.