Steinbrück-Berater wirft das Handtuch

Mittwoch, 21. November 2012, 16:40 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück muss nach der Debatte um seine umstrittenen Redehonorare einen weiteren Rückschlag in seiner Wahlkampf-Vorbereitung einstecken.

Der Unternehmer Roman Maria Koidl zog am Mittwoch sein Angebot zurück, Steinbrück bei der Gestaltung von Internet-Kampagnen zu beraten. "Ich kann nicht vertreten, dass falsche und ehrverletzende Berichterstattung gegen mich eingesetzt wird, die darauf abzielt, den Kandidaten Peer Steinbrück zu beschädigen", hieß es in einer Erklärung Koidls. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, Koidls Mitarbeit in Hedgefonds sei in der SPD auf Kritik gestoßen. Steinbrück war wegen seiner eine Million Euro übersteigenden Redehonorare in die Kritik geraten, die er neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter verdient hatte.

Koidl bezeichnet sich auf seiner Internet-Seite als "Serial Entrepreneur" (Serien-Unternehmer), der die erste Kaffeehaus-Kette in "Kontinentaleuropa" errichtet habe. Zudem schrieb er die Bestseller "Scheißkerle - Warum es immer die Falschen sind" und "Blender - Warum immer die Falschen Karriere machen".