CSU-Chef Seehofer warnt vor Erlass griechischer Schulden

Mittwoch, 28. November 2012, 09:03 Uhr
 

Berlin (Reuters) - CSU-Chef Horst Seehofer hat eindringlich vor einem Schuldenerlass für Griechenland durch die staatlichen Gläubiger gewarnt.

Dies wäre ein verheerendes Signal und würde zur Nachahmung anregen, sagte der bayerische Ministerpräsident der Zeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe) laut Vorabmeldung. "Würde man Griechenland die Schulden erlassen, stünde sofort Portugal auf der Matte." Auch rechtlich sei es unmöglich, dass die Bundesregierung auf Forderungen verzichte.

Die internationalen Gläubiger hatten sich in der Nacht zum Dienstag geeinigt, Griechenland weitere Milliardenkredite zu gewähren und so die Pleite des Landes abzuwenden. Ungeklärt bleibt aber die Frage, ob auch öffentliche Gläubiger wie die Euro-Staaten auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten sollen, um die Schuldenlast zu mindern. Die Bundesregierung lehnt dies ab.

 
A Greek flag flutters at the Acropolis hill in Athens November 27, 2012. A bleary-eyed Greek Prime Minister Antonis Samaras welcomed on Tuesday an agreement by international lenders to help cut his country's debt and unblock bailout money to avert bankruptcy. REUTERS/John Kolesidis (GREECE - Tags: POLITICS BUSINESS TRAVEL)