Bundesregierung macht Rentnern Hoffnung auf steigende Bezüge

Mittwoch, 28. November 2012, 11:38 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung macht den mehr als 20 Millionen Rentnern Hoffnung auf deutlich höhere Einnahmen:

Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch einen Rentenbericht, wonach die Bezüge bis zum Jahr 2026 um rund 36 Prozent ansteigen werden. Das wären gut zwei Prozent jährlich. In den nächsten vier Jahren können die Senioren sogar mit deutlich höheren Zuwächsen rechnen. So werden den Prognosen zufolge die Bezüge bis 2016 im Osten um 11,01 Prozent und im Westen um 8,27 Prozent steigen.

Die Ost-Rentner bekommen den Berechnungen zufolge im kommenden Jahr mit 3,49 Prozent das höchste Plus seit 1997. Im Westen gibt es demnach hingegen im nächsten Jahr nur ein Prozent mehr. Im Jahr 2015 sollen die Altersbezüge im Westen mit 2,55 Prozent so stark steigen wie seit 1993 nicht mehr.

Gewerkschaften, Sozialverbände und Opposition hatten die Zahlen als zu optimistisch kritisiert und die Regierung vor unhaltbaren Versprechungen gewarnt.

Festgelegt wird die Höhe der Rentenanpassung von der Regierung stets im Frühjahr, wenn die Zahlen zur Lohnentwicklung vorliegen. In diesem Jahr waren die Altersgelder um 2,18 Prozent im Westen und um 2,26 Prozent im Osten gestiegen.

Im Jahr 2011 betrug die Rente für Männer den Angaben zufolge im Schnitt 977 Euro pro Monat. Der Wert fiel in den neuen Ländern mit 1010 Euro etwas höher als in den alten Ländern (969 Euro). Für Frauen wurden im Durchschnitt 549 Euro gezahlt - 707 Euro in Ost- und 505 Euro in Westdeutschland. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Frauen im Osten auf mehr Versicherungsjahre kommen. Dem Bericht zufolge beläuft sich die Rente eines Durchschnittsverdieners derzeit auf 49,6 Prozent des Nettolohns, allerdings vor Steuern. Das Niveau werde auf 48 Prozent im Jahr 2020 und auf 46 Prozent im Jahr 2026 sinken.