CDU-Parteitag straft Leyen und weitere Merkel-Stellvertreter ab

Dienstag, 4. Dezember 2012, 16:53 Uhr
 

Hannover (Reuters) - Der CDU-Bundesparteitag hat bei der Wahl der Stellvertreter von Parteichefin Angela Merkel drei der fünf Kandidaten mit schlechten Ergebnissen abgestraft.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen erhielt nach 85,1 Prozent vor zwei Jahren diesmal nur 69 Prozent der Stimmen. Der baden-württembergische Landesvorsitzende Thomas Strobl erreichte nur 68 Prozent und sein nordrhein-westfälischer Kollege Armin Laschet 67,3 Prozent. Beide waren bisher keine Partei-Vize.

Am meisten Stimmen erhielt die rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Julia Klöckner mit 92,9 Prozent. Danach folgte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mit 83,4 Prozent, der sein Ergebnis von vor zwei Jahren knapp behaupten konnte.

An von der Leyen war in der Partei Kritik wegen der von ihr angestoßenen Debatte über Altersarmut laut geworden. In den Landesverbänden Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg toben nach den schweren Wahlniederlagen bei Landtagswahlen immer noch interne Kämpfe.