Bonner Bahnhof wegen verdächtigen Gepäckstücks gesperrt

Montag, 10. Dezember 2012, 17:20 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Der Bonner Hauptbahnhof ist am Montag nach dem Fund einer mutmaßlichen Bombe gesperrt werden.

Ein Sprecher der Kölner Polizei erklärte, Spezialisten des Landeskriminalamtes müssten noch untersuchen, ob es sich bei dem Inhalt einer abgestellten Reisetasche um eine Attrappe oder einen funktionsfähigen Sprengkörper gehandelt habe. Das Gepäckstück wurde mit einer Wasserkanone geöffnet.

Eine Sprecherin der Bundespolizei hatte zunächst erklärt, in der Tasche habe sich keine Bombe befunden. Aus dem Gepäckstück hätten Kabel geragt, und in ihm seien Rohre und weißes Pulver gefunden worden. Bei dem Pulver habe es sich nicht um Sprengstoff gehandelt.

Am späten Nachmittag waren nach Angaben der Kölner Polizei nur zwei Bahnsteige gesperrt. Medienberichte, wonach nach Verdächtigen gefahndet wird, bestätigte der Sprecher nicht.

Im Sommer 2006 hatten zwei Islamisten zwei Kofferbomben auf dem Kölner Hauptbahnhof in Regionalzügen deponiert. Beide Sprengkörper explodierten wegen technischer Mängel nicht, hätten aber nach Aussagen von Experten schwere Schäden anrichten können. Einer der Männer wurde in Deutschland, der andere im Libanon verurteilt.