Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen wegen Bonner Bombe

Freitag, 14. Dezember 2012, 17:18 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen der im Bonner Hauptbahnhof entdeckten Bombe übernommen.

"Es liegen belastbare Hinweise dafür vor, dass die verdächtige Person über Verbindungen in radikal-islamistische Kreise verfügt", teilte die Behörde am Freitag zur Begründung mit. Zudem gebe es Anhaltspunkte, dass es sich um einen versuchten Anschlag einer terroristischen Vereinigung radikal-islamistischer Prägung handele. Die Behörde beauftragte das Bundeskriminalamt mit der Leitung der Ermittlungen.

Der Sprengsatz war am Montag in einer Tasche auf einem Bahnsteig im Bonner Hauptbahnhof entdeckt worden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe die Bombe eine zündfähige Sprengstoffvorrichtung und zündfähiges Ammoniumnitrat enthalten, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Zu Medienberichten, wonach der Sprengsatz von Unbekannten ferngezündet werden sollte, erklärte die Kölner Polizei, dies sei eine von mehreren Ermittlungsthesen. Es seien aber weitere Untersuchungen des Landeskriminalamtes nötig, um sie zu überprüfen. Ein erster Verdacht gegen zwei Männer hatte sich am Dienstag nach Angaben der Polizei nicht erhärtet. Die beiden wurden wieder freigelassen.