Seehofer: Schwarz-Grün im Bund nicht ausgeschlossen

Donnerstag, 3. Januar 2013, 08:20 Uhr
 

Berlin (Reuters) - CSU-Chef Horst Seehofer hält eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl in diesem Jahr für möglich.

Er setze "klar auf die FDP als Wunschkoalitionspartner" und gehe davon aus, dass die Union nach der Bundestagswahl stärkste Kraft bleibe, sagte Seehofer der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) laut vorab veröffentlichtem Interview. Er schließe aber Schwarz-Grün nicht völlig aus. "Falls die FDP nach der Wahl nicht zur Verfügung stehen sollte, müsste die Union mit anderen Parteien reden. Vor ein paar Jahren hätten Politiker noch gesagt: 'Wir schließen aus ...' Das tue ich nicht. So ernst muss man den Wähler schon nehmen."

Im Wahljahr 2013 sorge er sich um den Koalitionspartner FDP. "Die einzige politische Sorge, die ich ins Jahr 2013 mit herüber genommen habe, ist die FDP. Das Wohlergehen der FDP liegt allein in ihrer Hand. Den einzigen und wichtigsten Rat, den man der FDP geben kann, ist: Schluss mit der Selbstbeschäftigung!" Dennoch lobt der CSU-Politiker FDP-Parteichef Rösler: "Obwohl Philipp Rösler kein einfacher Partner ist und liberale Positionen mitunter sehr energisch vertritt, komme ich mit ihm sehr gut aus. Gerade weil er nicht einfach ist, hat er meinen Respekt."

 
German Chancellor and leader of Germany's Christian Democratic Union (CDU), Angela Merkel sits next to sister party Christian Social Union (CSU) leader Horst Seehofer during the second day of the CDU's annual party meeting in Hanover, December 5, 2012. REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: POLITICS)