Arbeitsagenturen bestrafen häufiger zu späte Arbeitslosmeldung

Donnerstag, 3. Januar 2013, 13:59 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr Arbeitnehmer deutlich häufiger dafür bestraft, dass sie ihren drohenden Jobverlust zu spät gemeldet haben.

Nach einer Reuters am Donnerstag vorliegenden Bilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) sperrten sie in fast 257.400 Fällen vorübergehend die Auszahlung des Arbeitslosengeldes I, weil sich Arbeitnehmer nach der Kündigung nicht innerhalb der vorgeschriebenen Fristen als arbeitsuchend meldeten. Das waren 7,3 Prozent mehr als 2011.

Der Druck zur Aufnahme einer Arbeit wurde leicht erhöht: Wegen Arbeitsablehnung wurde die Arbeitslosengeld-Zahlung rund 27.600 mal gesperrt. Das war eine Zunahme um 2,3 Prozent. Die Zahl aller Sperrzeiten in der Arbeitslosenversicherung stieg insgesamt um 0,9 Prozent auf fast 735.000. In den meisten Fällen wurde die Stütze wegen zu später Arbeitslosmeldung, anderer Meldeversäumnisse oder Arbeitsaufgabe zeitweise gesperrt.