IG Metall fordert Kurswechsel von CDU in Arbeitsmarktpolitik

Samstag, 5. Januar 2013, 12:10 Uhr
 

Wilhelmshaven (Reuters) - Die IG Metall hat die CDU zu einer Richtungsänderung in der Arbeitsmarktpolitik aufgefordert.

"Wir mahnen einen Kurswechsel an, das betrifft die prekäre Arbeit, den gesamten Niedriglohnsektor", sagte der Chef der Industriegewerkschaft Metall, Berthold Huber, am Samstag in Wilhelmshaven. Dort nimmt er wie der BDI-Chef Ulrich Grillo an der Klausurtagung des CDU-Bundesvorstands teil. "Wir glauben, dass eine funktionierende Industrie nicht angewiesen ist auf prekäre Arbeit." Sichere und faire Arbeitsbedingungen seien vielmehr die Voraussetzung, "um den Industriestandort Deutschland wetterfest zu machen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hatten sich zuvor für flächendeckende Mindestlöhne ausgesprochen und die FDP aufgefordert, den Weg dafür frei zu machen. Während die Gewerkschaften aber einen gesetzlich festgelegten flächendeckenden Mindestlohn befürworten, strebt die CDU Lohnuntergrenzen an, die von Tarifkommissionen festgelegt werden sollen und die nach Regionen und Branchen unterschiedlich sein können.