Seehofer fordert von FDP Ende der Führungsdebatte

Montag, 7. Januar 2013, 07:52 Uhr
 

Berlin (Reuters) - CSU-Chef Horst Seehofer hat die FDP aufgefordert, ihre Führungsdebatte zu beenden.

"Wenn man pausenlos über Strategien und Personal redet, kann sich der Erfolg nicht einstellen", sagte Seehofer der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Die CSU sei eindeutig für die Fortsetzung der Koalition mit der FDP, aus seiner Partei schieße keiner gegen Partei-Chef Philipp Rösler. Die FDP-Spitze müsse aber "zur Geschlossenheit finden", dann stünde die Partei auch besser da. Es gebe "in Deutschland ein Potenzial für die FDP, das deutlich über fünf Prozent liegt".

Die FDP hatte die Führungsdiskussion trotz aller parteiinternen Aufrufe auch bei ihrem traditionellen Dreikönigstreffen nicht beenden können. Entwicklungsminister Dirk Niebel, der in den vergangenen Wochen mehrfach Kritik an Rösler geäußert hatte, beklagte in Stuttgart öffentlich das Erscheinungsbild der Partei. Zugleich forderte er eine rasche personelle Neuaufstellung für die Bundestagswahl. Rösler rief die Kritiker derweil zur Ordnung. Der Parteichef steht angesichts von Umfragewerten unterhalb der Fünf-Prozent-Marke zwei Wochen vor der Wahl in Niedersachsen unter erhöhtem Druck.