Bundestagswahl - Kein Wunschbündnis hätte eine Mehrheit

Dienstag, 8. Januar 2013, 15:45 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition nach der Bundestagswahl im Herbst bleibt wegen der anhaltenden Schwäche der FDP fraglich.

Zwar legte die Union in einer am Dienstag veröffentlichten Wahl-Umfrage um drei Punkte auf 39 Prozent zu. Allerdings verlor die FDP einen Punkt und würde nunmehr mit nur vier Prozent einen Wiedereinzug in den Bundestag verpassen. Auch für ein Bündnis aus SPD und Grünen stehen die Zeichen zum Jahresbeginn schlecht. Die SPD verliert dem INSA-Meinungstrend im Auftrag der "Bild"-Zeitung zufolge einen Punkt auf 28 Prozent. Die Grünen legen zwar einen Punkt auf 14 Prozent zu - für eine Mehrheit im Bundestag mit der SPD würde das allerdings nicht ausreichen.

Der Umfrage zufolge wären damit neben einer großen Koalition aus Union und SPD derzeit rechnerisch nur Rot-Rot-Grün und ein Bündnis aus Union und Grünen möglich. Die Piraten würden mit drei Prozent wie die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Unlängst hatte CSU-Chef Horst Seehofer Spekulationen über ein Zusammengehen der Union mit den Grünen befeuert. Bei der Klausurtagung seiner Partei in Wildbad Kreuth hat er sich dann aber klar zu einer Fortsetzung des Bündnisses mit den Liberalen bekannt. Die Frage, was passiere, wenn es dafür nach der Bundestagswahl nicht reichen sollte, hatte Seehofer offengelassen. Außerdem hatte er sich gegen eine Zweitstimmenkampagne zugunsten der FDP ausgesprochen.