Steinbrück stürzt in Wählergunst ab

Freitag, 11. Januar 2013, 11:49 Uhr
 

Berlin (Reuters) - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stürzt nach seinen umstrittenen Einlassungen zum Kanzlergehalt in der Wählergunst massiv ab.

Mit seiner Arbeit zeigten sich im neuen ARD-Deutschlandtrend nur noch 36 Prozent der Deutschen zufrieden, wie die ARD am Donnerstagabend berichtete. Dies sind 12 Punkte weniger im Vergleich zu Anfang Dezember. Steinbrück liegt in der Liste der beliebtesten Parteipolitiker damit 29 Punkte hinter Kanzlerin Angela Merkel, die ihre Beliebtheit abermals ausbauen konnte und mit einer Zustimmung von 65 Prozent den ersten Platz belegt.

Unmittelbar nach der Bekanntgabe seiner Nominierung als SPD-Kanzlerkandidat im Oktober war Steinbrück noch auf eine Zustimmung von 59 Prozent gekommen. Schlusslicht in der Beliebtheit ist weiter FDP-Chef Philipp Rösler, mit dessen Arbeit nur 17 Prozent zufrieden sind.

Auch im direkten Vergleich zwischen den Bewerbern um das Kanzleramt verliert Steinbrück in der Erhebung weiter an Boden. Bei der Direktwahlfrage beträgt der Abstand zwischen Amtsinhaberin Merkel und ihrem SPD-Herausforderer laut ARD nun 25 Prozentpunkte und ist damit so groß wie nie zuvor.

In der Sonntagsfrage verliert die SPD gegenüber der Vorwoche einen Punkt und erreicht 28 Prozent. Die Union bleibt unverändert bei 41 Prozent. Die FDP verfehlt demnach den Einzug in den Bundestag mit vier Prozent. Die Grünen können um zwei Punkte zulegen und kommen auf 14 Prozent. Die Linke bleibt bei sechs Prozent. Die Piraten verlieren in der infratest-dimap-Umfrage unter 1500 Wahlberechtigten einen Punkt auf drei Prozent.

 
Germany's finance minister, Peer Steinbruck, arrives for the G20 Finance Ministers meeting at the Treasury, in central London September 5, 2009. The G20 group of advanced and emerging nations have agreed on some curbs on bankers' pay, such as clawback for poor performance and forcing banks to disclose how much top earners receive, a G7 source said on Saturday. REUTERS/Dominic Lipinski/Pool (BRITAIN BUSINESS POLITICS)