De Maiziere - Deutsche Unterstützung in Mali wird noch geprüft

Dienstag, 15. Januar 2013, 16:09 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hat noch keine Entscheidung über eine Unterstützung Frankreichs beim Militäreinsatz in Mali getroffen.

Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere am Dienstag in Berlin. Diese finde in enger Abstimmung mit Frankreich statt. Es gehe um logistische, medizinische und humanitäre Hilfe. Damit seien neben dem Verteidigungsministerium auch andere Ressorts betroffen. Das Verteidigungsministerium prüfe konkret eine Unterstützung der Franzosen beim Lufttransport. Dabei gehe es um die Anzahl von Flugzeugen ebenso wie um den Zeitraum. Zu beantworten sei aber auch, wohin die Transporte gehen sollten und für wen die Bundeswehr fliegen solle.

De Maiziere betonte, Grundlage für alle Aktionen würden die Resolutionen der Vereinten Nationen sein. Auf die Frage, ob schon eine Anfrage an Deutschland vorliege, antwortete der Minister: "Wir sind mit den Franzosen in engem Kontakt."

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sagte, bei der von der Bundesregierung zugesagten Unterstützung gehe es darum, die Sicherheit "im Vorhof Europas" zu wahren. Es sei aber klar, dass von Deutschland keine Kampftruppen entsandt würden. Unterstützung im medizinischen oder logistischen Bereich sei aber unter Freunden wie Frankreich und Deutschland selbstverständlich.

Frankreich hat in die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und den der Al-Kaida nahestehenden Aufständischen eingegriffen. Die Rebellen sollen am Vormarsch auf die Hauptstadt Bamako gehindert werden.

 
A French army officer (R) talks to his Malian and Senegalese army counterparts outside where a meeting is taking place for the intervention force provided by the ECOWAS grouping of West African states, in Bamako January 15, 2013. REUTERS/Joe Penney