Mehrheit der Bürger für Rücktritt Röslers als FDP-Chef

Freitag, 18. Januar 2013, 07:31 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Eine Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge für den Rücktritt von Philipp Rösler als Bundesvorsitzender der FDP.

Wie eine am Freitag veröffentlichte Erhebung von Infratest dimap für die ARD ergab, sind 42 Prozent der Befragten dafür, dass Rösler sein Amt unabhängig vom Wahlergebnis in Niedersachsen aufgibt. 25 Prozent finden dagegen, er solle auf jeden Fall weiter die Liberalen führen. 14 Prozent sind demnach der Meinung, Rösler sollte dann abtreten, wenn die FDP am Sonntag den Wiedereinzug ins Landesparlament in Hannover verpasst.

Die Liberalen kämpfen in Niedersachsen nicht nur um das Überspringen der Fünf-Prozent-Marke. Sie wollen auch gemeinsam mit der CDU unter Ministerpräsident David McAllister weiterregieren. In der Partei gilt als ausgemacht, dass Rösler zumindest bei einem schwachen Ergebnis als Parteichef abtreten muss. Der Vizekanzler steht in der Kritik, weil die FDP seit Monaten in einem Umfragetief verharrt.

Dem ARD-Deutschlandtrend zufolge kommen die Liberalen bundesweit bei der Sonntagsfrage weiter auf nur vier Prozent. Der Koalitionspartner Union legt dagegen einen Punkt auf 42 Prozent zulegen. Die SPD verliert zwei Punkte auf 26 Prozent und die Grünen einen Punkt auf 13 Prozent. Für die Linkspartei würden sich der Erhebung zufolge sieben Prozent entscheiden. Die Piraten kämen auf vier Prozent, wenn am Sonntag Wahl wäre.

An der Umfrage am beteiligten sich am Dienstag und Mittwoch 1008 Bundesbürger.