Erneut Streiks an Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn

Freitag, 25. Januar 2013, 14:51 Uhr
 

Düsseldorf/Frankfurt (Reuters) - Zweiter Tag im Streik der Airport-Sicherheitsleute: Erneut kam es für Passagiere an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn zu massiven Behinderungen.

Allein am Flughafen Düsseldorf seien bis zum Nachmittag 129 Flüge von insgesamt 560 Flugbewegungen gestrichen worden, sagte eine Sprecherin am Freitag. Die Situation habe sich im Vergleich zum Vortag ein wenig entspannt, da viele Fluggäste auf den Ausstand einstellt gewesen sein. Vor den Personenkontrollen, deren Mitarbeiter größtenteils im Ausstand sind, hätten sich lange Schlangen mit Wartezeiten von bis zu zwei Stunden gebildet. Ein halbes Dutzend Fluggäste, die nach dem ersten Streiktag am Airport gestrandet waren, hätte auf Feldbetten übernachtet. Am wesentlich kleineren Flughafen Köln/Bonn fiel ein Fünftel der vorgesehenen 200 Flugverbindungen aus. Die Lufthansa sagte wegen der Streiks mehr als 90 Flüge ab. Ausfälle gab es auch bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin. Reisenden wurde empfohlen, sich vor der Fahrt zum Flughafen bei ihren Gesellschaften zu informieren.

Bereits am Donnerstag waren in Düsseldorf und Köln Hunderte Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi will mit den Arbeitsniederlegungen ihrer Forderung nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen. Die sogenannten Luftsicherheitsassistenten sind Angestellte von Firmen, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrollen der Flugpassagiere übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde von 8,23 Euro. Verdi fordert 2,50 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".