Westerwelle besorgt über Gewalt in Ägypten

Samstag, 26. Januar 2013, 12:28 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat sich besorgt über die Gewalt zum zweiten Jahrestag des Umsturzes in Ägypten gezeigt.

Er sehe mit Sorge, dass es dem Land noch immer nicht gelinge, "die Auseinandersetzungen um den richtigen Weg in eine gute Zukunft des Landes friedlich zu führen", erklärte Westerwelle am Samstag in Berlin. "Die friedliche Ausübung des Demonstrationsrechts darf nicht eingeschränkt werden", forderte der FDP-Politiker. Er begrüße, dass Präsident Mohammed Mursi dies am Freitagabend deutlich klargestellt habe.

Vor dem Besuch Mursis in Berlin in der kommenden Woche beteuerte Westerwelle erneut, Deutschland sei bereit, den langen und schwierigen Transformationsprozess in Ägypten tatkräftig zu unterstützen. Der Besuch Mursis sei eine gute Gelegenheit, darüber zu beraten.

Am Freitag und Samstagmorgen waren in Ägypten bei Zusammenstößen neun Menschen getötet worden, nachdem Demonstrationen gegen Präsident Mohammed Mursi in Gewalt umgeschlagen waren. In Suez marschierte daraufhin das Militär auf.