Monti fordert Entlastung Italiens als EU-Beitragszahler

Donnerstag, 31. Januar 2013, 12:45 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Italien sollte nach Ansicht von Ministerpräsident Mario Monti bei künftigen EU-Beitragszahlungen entlastet werden.

Italien sei 2011 größter EU-Beitragszahler geworden, sagte Monti am Donnerstag in Berlin vor einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Ich halte das für ungerechtfertigt", fügte er mit Hinweis auf die wirtschaftliche und finanzielle Lage seines Landes hinzu. Er forderte zudem ein transparentes Rabatt-System bei den Einzahlungen in den EU-Haushalt.

Merkel und Monti betonten, dass beide Staaten als Nettobeitragszahler gemeinsame Interessen beim EU-Gipfel zum gemeinsamen Finanzrahmen bis 2020 kommende Woche in Brüssel hätten. Monti fordert aber neben einer Entlastung Italiens auch, dass die künftigen EU-Haushalte den Zielen folgen müssten, die sich die EU in den vergangenen Monaten gesetzt habe. Deshalb müsse mehr für Wachstum und mehr für Solidarität innerhalb der EU-Staaten gezahlt werden.

 
Italy's Prime Minister Mario Monti arrives at the European Commission headquarters ahead of a meeting with European Commission President Jose Manuel Barroso in Brussels January 30, 2013. REUTERS/Yves Herman (BELGIUM - Tags: POLITICS)